Wärmedämmungen aus Styropor (Polystyrol) erzeugen verheerende Hausbrände

Wie der NDR in seiner Sendung "45 Min. Dokumentation – Wahnsinn Wärmedämmung" berichtete stehen Wärmedämmungen aus Styropor (Polystyrol) im starken Verdacht, aus einem kleinen Hausbrand gleich eine schwere Katastrophe zu […]

Wie der NDR in seiner Sendung "45 Min. Dokumentation – Wahnsinn Wärmedämmung" berichtete stehen Wärmedämmungen aus Styropor (Polystyrol) im starken Verdacht, aus einem kleinen Hausbrand gleich eine schwere Katastrophe zu machen.

Styroporplatten sind in Deutschland aktuell der am häufigsten verwendete Dämmstoff, da diese relativ preiswert sind und ihre Verarbeitung unkompliziert ist.

Laut dem Bericht müssen zwar alle Hersteller solcher Styroporplatten eine Brandschutzprüfung in einer Materialprüfungsanstalt durchführen lassen und bestehen, aber die dort verwendete Versuchsanordnung entspricht nicht der Wirklichkeit.

Die Styroporplatten sind zwar auch in der Versuchsanordnung relativ leicht entflammbar, aber hier wird nicht brennbarer Mineralwolle verwendet, um zum Beispiel das übergreifen von Flammen aus einem Wohnungsbrand (brennendes Fenster) auf die Dämmschicht zu verhindern, d.h. es wird um ein Fenster herum Mineralwolle und nicht Styroporplatten angebracht.

Außerdem gibt es Brandschutzsstreifen aus Mineralwolle welche das ganze Gebäude umgeben. Diese dienen als Flammstopper, um das Ausbreiten der Flammen nach oben und unten zu unterbinden. Die Streifen aus Mineralwolle sollten dabei mind. 20 cm breit sein.

Laut der Redaktion des NDR wird aktuell bei vielen Dämmungen auf diese Brandschutzsstreifen bzw. auf Mineralwolle verzichtet, um Kosten zu sparen. Hierdurch gibt es aber auch keinen Brandschutz.

Das Ergebnis des Tests war, dass die Dämmschicht aus Styroporplatten in kürzester Zeit in Flammen stand und sich erhebliche Mengen an giftigen Gasen gebildet hatten.

Eigentümer sollten daher nicht darauf verzichten solche Brandschutzsstreifen einzubauen bzw. die Fenster mit Mineralwolle umgeben und nicht mit Styroporplatten. Aktuell gibt es zwar noch keine Haftbarmachung, wenn dagegen verstoßen wird, aber zum einen geht es um Menschenleben und zum anderen kann sich die Rechtslage jederzeit ändern.

Mieter sollten sich versuchen zu informieren, wie das Haus in das sie einziehen gedämmt wurde. Dies dürfte in der Praxis allerdings eine wohl unmögliche Aufgabe werden. In Bezug auf die Brandschutzsstreifen, so ist es hier auch nicht unwichtig zu wissen, dass diese nur auf jeder zweiten Etage eingebaut werden, d.h. Flammen können wir auf die Wärmedämmung der ungeschützten Etagen übergreifen.

» Auch der Spiegel hat hierzu, auf Basis des NDR-Berichts, einen interessanten Artikel veröffentlicht.

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