Bei der Wahl zwischen einem Laser- und einem Tintenstrahl-Drucker sollten heutzutage nicht nur die gleich sichtbaren Kosten, wie z.B. Anschaffungspreis oder Druckkosten pro Seite eine Rolle spielen, sondern auch die Kosten für den Stromverbrauch.
Bei den Stromkosten ist zwischen den Kosten im ausgeschalteten Zustand, Stand-by und im Betrieb zu unterscheiden.
Laserdrucker
Ausgeschaltet: Laserdrucker haben in der Regel einen echten Netzschalter, der den Drucker komplett vom Strom trennt und somit den Stromverbrauch auf 0 kWh senkt.
Stand-by: Laut einem Test der "PC-Welt" vom 04.05.2007 schwankte der Stromverbrauch zwischen 0,0022 und 0,0186 kWh für Schwarz/Weiß- und zwischen 0,008 und 0,0292 kWh für Farb-Laser-Drucker.
Betrieb: Laserdrucker sind richtige Stromfresser und somit liegt ihr Verbrauch zwischen 0,33 und 0,85 kWh für Schwarz/Weiß- und zwischen 0,19 und 0,67 kWh für Farb-Laser-Drucker.
Tintenstrahl-Drucker
Ausgeschaltet: Der Ausschalter bei Tintenstrahl-Druckern trennt diese nicht immer vom Netz uns so kann es bei einigen Modellen auch hier zum Stromverbrauch im ausgeschalteten Zustand kommen.
Hier sollte vor dem Kauf der Fachhändler gefragt werden und nach dem Kauf mit einem Strommessgerät überprüft werden. Sollte der Drucker im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen, so kann eine Steckdosenleiste mit Schalter dazwischen gesteckt werden.
Stand-by: Tintenstrahl-Drucker verbrauchen im Stand-by sehr viel weniger Strom als Laserdrucker, nur 0,0007 bis 0,0049 kWh.
Betrieb: Auch im Betrieb sind sie sehr viel genügsamer – 0,0077 bis 0,0025 kWh.
Vor dem Kauf eines Druckers sollten somit auch die Stromkosten als Betriebskosten eine wesentliche Rolle spielen!

Kleiner Nachtrag: Tintenstrahldrucker einfach vom Strom zu trennen kann kritisch sein, manche reinigen jedes Mal aufwendig den Druckkopf, wenn sie komplett vom Strom getrennt waren. So steigt der Tintenverbrauch unnötig.
Ein spannendes Konzept ist der EC-01 von Epson. Er hat ausgezeichnet Stromwerte (10 W/2,0 W /0,2W). Das Gehäuse lässt sich komplett recyceln und man kann mit dem fest installierten Tintenvorrat 8.000 Seiten drucken. Auch wenn der Preis von 349 ,- (+50 Euro Pfand) erst einmal hoch erscheint, wird es günstig, wenn man mal rechnet, was sonst für Patronen ausgegeben wird. Einziger Nachteil: die Patrone lässt sich nicht austauschen. Aber nach Aussagen von Epson endet der Lebenszyklus der meisten Drucker nach 5 Patronenwechseln – und die deckt man mit diesem Modell dicke ab.
Allerdings findet man das Gerät aktuell (Sept.2009) nicht mehr im Epson-Shop.de, wenn man allerdings über günstiger.de und ähnliche Seiten geht wird man fündig.
Das Produktdatenblatt zu dem EC-01 findet sich aber noch hier: http://www.epson.de/depot/shared/de_DE/downloadables/products/EDG_Product_Brochure_EC01_DE.pdf
Weitere Infos zu dem Thema Drucker finden sich auch beim BUND http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/klima_energie/stromfresser_stoppen/drucker/ allerdings noch aus 2008.