Gasanbieterwechsel nach Gaspreiserhöhung

2011 ist das Jahr der Gaspreiserhöhungen. Schon Anfang des Jahres 2011 zogen mehr als 70 Gasversorger die Preisschraube an und erhöhten ihre Gaspreise teilweise drastisch. Der Schnitt der Preiserhöhung lag […]

2011 ist das Jahr der Gaspreiserhöhungen.

Schon Anfang des Jahres 2011 zogen mehr als 70 Gasversorger die Preisschraube an und erhöhten ihre Gaspreise teilweise drastisch. Der Schnitt der Preiserhöhung lag im bundesdurchschnitt bei rund 7 Prozent.

Mitte des Jahres kam dann die zweite Runde und 60 weitere Gasanbieter zogen mit einer Tariferhöhung nach. Der Schnitt der Preiserhöhung lag im Bundesdurchschnitt bei rund 10 Prozent, mit Spitzenwerten um die 18 Prozent.

Dies bedeutet, dass seit Anfang des Jahres 2011 bereits 530 Gasversorger ihren Gaspreis erhöht haben und dabei sogar teilweise mehrfach.

Gegen Ende des Jahres gab es gleich mehrere Erhöhungsrunden. Die dritte Erhöhungsrunde von 215 Gasversorgern im Oktober und im November/Dezember werden weitere 53 Gasversorger mit Preiserhöhungen folgen. Der Bundesdurchschnitt für den Preisanstieg lag in 2010 bei rund 9 Prozent oder ca. 100,- EUR/Jahr für eine 4-köpfige Familie. 2011 werden es wohl mehr werden.

Wer sogenannte Expertengespräche verfolgt, der dürfte hier noch weit mehr beunruhigt werden, denn hier sind Zahlen von weiteren bis zu 30% Preissteigerung im Gespräch.

Abhilfe kann hier, genau wie beim Strompreis, nur ein Wechsel des Gasanbieters schaffen.

Wie läuft der Gasanbieterwechsel ab und was ist dabei zu beachten?

  • Informieren, welcher Gasanbieter am eigenen Wohnort überhaupt Gas liefert.
  • Eigene Kündigungsfristen beachten.
  • Ein Wechsel dauert in der Regel 4 bis 6 Wochen.
  • Der neue Gasanbieter nutzt die Infrastruktur des bisherigen Anbieters. Es sind somit keine neuen Leitungen oder ein neuer Gaszähler nötig.
  • Der Wechsel an sich ist sicher, da bei Problemen immer der Grundversorger (gesetzlich verpflichtet) einspringen muss, d.h. Gas liefern muss.
  • Es wird häufig mit einer Wechselprämie gearbeitet (bis zu 120,- EUR möglich). Diese muss in den Gaspreis des neuen Anbieters mit eingeplant werden. Wer Lust hat kann so jedes Jahr wechseln und durch die Prämie immer sparen.
  • Es sollte keine zu lange Vertragsbindung eingegangen werden bzw. der Gaspreis während der Laufzeit vor Erhöhungen sicher sein.
  • Auch der Gaspreis setzt sich ähnlich dem Strompreis aus einem Grundpreis und dem eigentlichen Gaspreis zusammen. Wer wenig verbraucht schaut daher eher auf einen geringen Grundpreis und bei viel Verbrauch auf einen niedrigen Gaspreis.

Es lohnt sich somit einen neuen Gasanbieter zu suchen und zu diesem zu wechseln. Neue Anbieter können heutzutage auch ganz einfach im Internet über Vergleichsportale gefunden werden. Der Gasanbieterwechsel ist daher vom eigenen Sofa aus ganz einfach machbar.

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