Energieeffizienz von PC Netzteilen

Ein wichtiger Punkt zur Senkung der Stromkosten ist die Steigerung der Energieeffizienz. Je höher die Energieeffizienz ist, desto besser wird der Strom genutzt. Das klassische Beispiel ist hier der Unterschied […]

Ein wichtiger Punkt zur Senkung der Stromkosten ist die Steigerung der Energieeffizienz. Je höher die Energieeffizienz ist, desto besser wird der Strom genutzt.

Das klassische Beispiel ist hier der Unterschied zwischen einer Glühbirne und einer Energiesparlampe. Die Glühbirne setzt nur ca. 4% der Energie in Licht um, während die Energiesparlampe für die gleiche Helligkeit nur etwa 1/5 des Strombedarfs der Glühbirne hat.

Da alle technischen Geräte ein Bauteil gemein haben, das Netzteil, ist hier einer der wichtigsten Ansatzpunkte, um Strom zu sparen. Ein Netzteil wandelt den Strom aus der Steckdose in Stromstärken um, die das jeweilige Gerät verarbeiten kann. Zum Beispiel von 240 Volt in 8 oder 12 Volt.

Dieser Umwandlungsprozess kostet allerdings auch Energie. Je nach Netzteil können so auch Mal 50% durch die Umwandlung verloren gehen. Der Kauf von guten Netzteilen lohnt sich somit.

Im Computerbereich gibt es durch die Energy-Star-4.0-Richtlinie einen Standard, der hier eine Energieeffizienz von mindestens 80% voraussetzt. Es werden somit mindestens 80 Prozent der eingesetzten Energie an die Bauteile des PCs weitergeleitet und nicht in Hitze umgewandelt. Die Netzteile tragen daher den Standard: 80+.

Weiterer Vorteil von 80 Plus-Netzteilen ist auch, dass sie durch ihre geringere Hitzeentwicklung teilweise mit nur einem Lüfter auskommen. Dies spart nicht nur Strom, sondern ist auch leiser!

80 Plus-Logo 80+ beschreibt allerdings nur, dass das Netzteil eine Energieeffizienz von 80% nie unterschreiten darf. Der aktuelle Effizienzgrad schwankt allerdings schon um mehrere Prozent je nach Auslastung. Ist ein Netzteil nur schwach (20%) oder stark (90%) ausgelastet, dann ist die Effizienz in der Regel am Schlechtesten.
Die beste Effizienz gibt es im Bereich um 50% der maximalen Auslastung. Vor dem Computerkauf lohnt es sich somit schon den späteren Strombedarf zu ermitteln und so das dazu am besten passende Netzteil zu finden.

Leider wird bei aktuellen Netzteilen der Wirkungsgrad auch parallel zu einer höhen Leistung besser. Bedeutet, dass ein Wirkungsgrad von 90+ erst bei leistungsstarken 500 Watt Netzteilen erreicht wird. Darunter bleibt es eher bei 80+. Nichtsdestotrotz sollte der Blick auf das Netzteil ein wichtiger Punkt bei einzeln gekauften Netzteilen, aber auch bei fertigen Komplett-PCs sein.

Unter der URL: http://www.80plus.org findet sich eine Übersicht verschiedener Hersteller und Modelle, die den 80+ Standard erfüllen. Die Netzteile werden dabei zwischen einer Eingangsleistung von 115 Volt (USA) und 230 Volt (Europa) unterschieden.

Hinweis: Für alle, die jetzt ihren alten PC mit einem neuen Netzteil ausrüsten wollen. Hier muss auf eine kompatible ATX Version geachtet werden.

Beispiel aus eigener Erfahrung: Das alte Mainboard unterstützt ATX bis Version 1.2. Die neuen Netzteile haben alle schon ATX Version 2.0 oder höher. In diesem Fall können zwar alle Stromverbindungen etabliert werden, aber der Computer lässt sich über den Power-Knopf nicht mehr anschalten. Grund ist der unterschiedliche ATX-Standard, der auch den Startimpuls verändert hat. Das alte Mainboard kann mit dem neuen Impuls nichts anfangen.
Leider habe ich noch keine 80+ Netzteile mit einem ATX 1.x Standard gefunden. Wer hier eine Bezugsquelle kennt, bitte gern als Kommentar hinterlassen.

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