Befreiung von der EEG-Umlage

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird in Deutschland über die EEG-Umlage finanziert (EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz). Von dieser Umlage sind alle Stromkonsumenten betroffen, also Privatkunden und Firmen.

Da die Bundesregierung die finanzielle Mehrbelastung bestimmter Bereiche der Wirtschaft fürchtet, nämlich alle Bereich, welche stromintensiv produzieren und im internationalen Wettbewerb stehen, wurde das EEG am 01.01.2012 angepasst und die Möglichkeit geschaffen sich von diesen Kosten befreien zu lassen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird in Deutschland über die EEG-Umlage finanziert (EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz). Von dieser Umlage sind alle Stromkonsumenten betroffen, also Privatkunden und Firmen.

Da die Bundesregierung die finanzielle Mehrbelastung bestimmter Bereiche der Wirtschaft fürchtet, nämlich alle Bereich, welche stromintensiv produzieren und im internationalen Wettbewerb stehen, wurde das EEG am 01.01.2012 angepasst und die Möglichkeit geschaffen sich von diesen Kosten befreien zu lassen.

Eine kleine Anfrage im Bundestag ergab übrigens – Zitat: „…Durch die zum 1. Januar 2012 in Kraft getretene Novelle des EEG wurden die Eingangsgrenzwerte für den Stromverbrauch von 10 auf 1 Gigawattstunde und das Verhältnis der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung von 15 auf 14 Prozent abgesenkt…”. Das ganze Dokument finden Sie hier.

Laut dem Bund der Energieverbraucher e.V. zahlten Privatverbraucher und Mittelstand 0,6 Cent je Kilowattstunden allein für die Förderung stromintensiver Betriebe und deren Befreiung von der Umlage.

In der Theorie ist die Gruppe der befreiten Firmen somit recht überschaubar und vielleicht ist die Ausnahme sogar wirtschaftlich sinnvoll, aber die Bundesregierung fasst die Definition des Wettbewerbs recht großzügig, so dass auch Firmen ohne internationale Tätigkeit jetzt hier drunter fallen. Anders formuliert hat das zuständige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine einfache Annahme getroffen: Jedes produzierende Gewerbe steht grundsätzlich im internationalen Wettbewerb und sie erhalten die Befreiung, wenn ihre Stromkosten von besonderer Relevanz sind. Dies ist nach dem EEG der Fall, wenn deren Stromkosten einen Anteil von mindestens 14 % der Bruttowertschöpfung haben und der Stromverbrauch an einer Stromabnahmestelle mindestens 1 Gigawattstunde im Jahr beträgt.

Eine FAQ-Liste des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zum Thema EEG-Umlage findet sich hier.

Je nach Quelle im Internet sind aktuell ca. 700 bis 800 Unternehmen befreit und diese Zahl soll bis Ende nächsten Jahres auf über 2.000 Unternehmen steigen!

In 2013 wir die EEG-Umlage von 3,6 Cent auf fast 5,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Dies würde schon so eine Strompreiserhöhung von ca. 1,7 Cent/KWh bedeuten. Wen sich jetzt die Anzahl der Firmen, welche aus der EEG-Umlage aussteigen weiter erhöht, so wird der Strompreisanstieg noch weit drastischer ausfallen.

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kann übrigens die Liste der von der EEG-Umlage befreiten Firmen eingesehen werden (die Liste wird als Excel-Tabelle angeboten). Es hat sich zum Beispiel die komplette Deutsche Bahn-Gesellschaft (DB AutoZug GmbH, DB Fernverkehr AG, DB Netz AG, DB Regio AG, DB Regio NRW GmbH, DB Schenker Rail Deutschland AG und DB Station & Service AG) befreien lassen, obwohl diese ihre Fahrkarten zu jedem Fahrplanwechsel mit der Begründung steigender Energiekosten erhöht?!

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